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Schon seit Wochen ist der Anmeldetermin für die Frankreich Rallye in sämtlichen Kalendern verzeichnet. Dieses Jahr muss es doch wieder klappen. Am 28. Januar 23:00 werden wieder 300 heiss begehrte Plätze vergeben. Also um 22:50 an die Tastatur gesetzt und warten...Punkt 23:00 geht es los: Anmeldung eintippen, auf Rückantwort warten, einloggen, anmelden bis dann endlich auf dem Bildschirmen erscheint: "Congratulations - you are 44th" Geschafft! Jetzt gilt es ersteinmal fleissig zu trainieren, um die 3 Tage allerfeinstes Gelände ohne Ausfälle zu geniessen.
Bevor es bei so einer Veranstaltung los gehen kann, sind natürlich noch einige Dinge zu erledigen. Zuerst einmal muss die Mopete auf Vordermann gebracht werden und mit den guten Michelins und Moose bestückt werden. Dies erledigten wir in unserem Fahrerlager auf dem Camping Platz in Mende (Tivoli Capming). Da wir ja schon ein paar Tage vorher angereist waren, um Land und Leute mit dem Trial Moped kennen zu lernen kreuzten wir auch ein paar Steckenabschnitte der Trefle - natürlich rein zufällig. Die Mopeten nun auf Vordermann gebracht, konnten wir uns entspannt am Donnerstag zum Einschreiben und zur Technischen Abnahme begeben. Hier standen wir in Reih und Glied um dann einer nach dem anderen die Tageslizenz, Haftungsverzichtserklärung sowie die Fahrzeugpapiere zu checken. Desweiteren gab es noch für jeden Teilnehmer einen Transponder für die Zeitmessung wärend der Veranstaltung - gegen 200€ Kaution. Natürlich hatten wir keine 200€ in Bar dabei - es gingen zwar auch Schecks, aber wer hat heute noch sowas.... Also flucks zum Bankomat um dann wieder brav anstellen. Nach der Anmeldung gings mit den Mopeten und dem neuen Helm zur technischen Abnahme. Anschließend, natürlich nur wenn alles OK war, wurden die Mopeten im Park Ferme mit gaaaanz vielen Anderen auf einem großen Parkplatz abgestellt.
Am Freitag dann der große Tag. Alle Teilnehmer holten entspr. ihrer Startzeit die Mopeten aus dem Park ferme. und schoben sie zur Startrampe. Hier standen wir nun und wurden immer in 4er Gruppen aufgerufen und namentlich über Lautsprecher vorgestellt. Unter dem frenetischen Applaus unserer treuen Fans wurden wir in die erste Etappe geschickt.
Was soll ich sagen, es ging nach einer kleinen Stadtrundfahrt dann mal so richtig los. Und so bilieb es auch. Aller feinstes Gelände, die ganze Zeit. Bis wir dann den ersten Versorgungpunkt erreichten. Wo dann unser Serviceteam (Tanja und Thomas) die Mopeten auftankten und unsere Camelbags mit frischem Wasser füllten. Da wir schnell genug unterwegs waren, hatten wir dementsprechend genügend Pause. Wir ahnten schon, das es genauso weiter ging.
Und es ging... da wir aber nun mal die vollen Schmerzen gebucht hatten, wollten wir auch die vollen Schmerzen haben. Am 2ten Servicepunkt wurde ich gefragt ob ich Fahrspaß habe, ich sagte nur, "FAHRSPASS? Hab ich nich", was sicherlich daraus begründet war, dass ich schließlich ohne Kraft- bzw. Konditionstraining an dieser Veranstaltung teilnehmen wollte. Sesselpupser halt - das rächt sich. Irgendwann waren wir dann am Ziel. Ich glaube es waren 203 km. Fast jede Etappe enthielt natürlich für die Vollgas-Fraktion noch Sonderprüfungen. Wir sagten uns - "smooth". So richtig weichgeklopft kamen wir am Ziel an, um die letzte Sonderprüfung für diesen Tag, am La Vabre, zu durchfahren. Ich glaube, Bestzeit ging nicht mehr. Anschließend noch nach den Mopeten geschaut und ab in den Park Ferme damit. Ich glaube ich war, alle Anwesenden konnten das bestätigen, nicht mehr gut drauf - k örperlich. Es reichte gerade noch für ne Vase und Körperpflege. Dann der 2te Tag. Das Aufstehen ging verhältnismäßig gut. Ich wunderte mich schon. Alles geschmeidig. Alle Stellen, die auf jeden Fall hätten weh tun müssen, wurden ja von der Hirschtalg-Kur im Zaum gehalten. Nun ging es wieder zum Park Ferme, Startrampe (Lautsprecheransage mit immer neuen Variationen unserer Namen), Etappen, Sonderprüfungen.
Nur heute war nun endlich auch der richtige Fahrspaß dabei. Alles lief wie geschmiert. Die Franzosen hatten sich bei der Streckenplanung redlich Mühe gegeben. Wunderbare Auffahrten, Abfahrten, Singletrails und herzallerliebste Weichklopf-Wackerstein-Bachdurchfahrten. "Magnifique" - wie der Franzose zu sagen pflegt. Als wir dann nach 215km im Ziel waren, hätten wir ohne Ohren im Kreis lachen können. Wenn nicht dann doch der Sesselpupser wieder zum Vorschein gekommen wäre. Wie sagte doch einst die Nele zum Dierk : Das ganze Kind tut weh. Ich glaube das sagt alles. Also wie gehabt, Vase, Körperpflege und Bett. Denn am letzten Tag wird andersherum gestartet. Das heisst, die hohen Startnummern zuerst. (Damit die Profis auch mal etwas länger schlafen können ;-)) Natürlich war der letzte Tag der Trefle mit nur 155 km, wie naive Zeitgenossen sagen würden, der Blümchentag der Veranstaltung. Aber die wurden spätestens nach der ersten herzallerliebsten Weichklopf-Wackerstein-Bachdurchfahrt Mundtod gemacht. Es waren wieder die Franzosen die dafür sorgten, dass die Teilnehmer auch am letzten Tag der Trefle mit traumhaftem Gelände versorgt wurden.
Am Ziel warteten schon die Groopies auf uns. Raunen ging durch die Menge. Wir hatten es geschafft. Ja, natürlich tat uns alles weh. Aber wir waren durch, und dabei, und ohne Schäden an Mensch und Maschine. Ein tolles Gefühl. Und beim nächsten Mal wird das Ziel vielleicht, vielleicht ein bisschen höher gesteckt. Unser Dank geht an unser Touch-The-Limits Service Team Tanja und Thomas. Die uns an jedem Servicepunkt umsorgt haben. Und natürlich an die Veranstalter und deren Helfer der TREFLÈ, die eine der schönsten Enduroveranstaltungen in Europa Jahr für Jahr organisieren und durchführen. Gruß Stefan
Die Ergebnisse 2006
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Letzte Aktualisierung am 28-Jan-2007 |
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